ESport: Ein neues Rechtsgebiet entsteht, Teil 1

Auch wenn es immer so eine Sache ist, etwas ein neues Rechtsgebiet zu nennen, aber ich wage es einfach einmal und nenne es „Esport Recht“. In der Vergangenheit beschäftigte ich mich neben diversen Fragen aus dem IT-, Wettbewerbs- und Urheberrecht vor allem mit der Erstellung von Verträgen für Publisher bzw. mit Gründungen von Entwicklerstudios und dergleichen. In den letzten Monaten kamen eine ganz andere Art von Rechtsproblemen auf: Verträge für professionelle Gamer, Vereine und Verbände, sowie Unternehmen, die in den Bereich Esport investieren wollen bzw. Teams sponsern möchten. Das Thema Esport hat in den letzten Monaten extrem an Bedeutung gewonnen und kann vor allem eine rapide steigende Rate an Investments vorweisen. So haben sich klassische Sportvereine wie Schalke 04 dem Thema angenähert und ein eigenes Team aufgebaut. Je professioneller eine Branche wird, je höher ist nicht nur das Interesse an rechtlicher Beratung, sondern auch die Notwendigkeit. Als das größte Problemfeld hat sich dabei die hohe Internationalität herausgestellt. Gesetze, Rechtsprechung und Exekutive sind in jedem Land anders. Während sich die IT, und somit auch die Spielebranche, seit mehr als 10 Jahren einer immer mehr steigenden Internationalität ausgesetzt sah, vor allem im Bereich AGB Erstellung und dergleichen, waren diese Problem oftmals noch relativ leicht mit Hilfe von Gerichtsstandsvereinbarungen oder Unternehmenssitzen zu klären. Die Esportbranche setzt diesem Trend jedoch noch ein Sahnehäubchen auf, denn jetzt sind nicht nur die Kunden eines Unternehmens in verschiedenen Regionen angesiedelt, sondern auch Mitarbeiter, Sponsoren, Investoren und dergleichen. Ein professioneller Spieler muss nicht zwangsläufig in demselben Land leben, wohnen und arbeiten wie es bei dem Club der Fall ist ...

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