Deutsche Börse schafft den Entry Standard ab

30. November 2016

Aktienrecht Gesellschaftsrecht / M&A

Die Deutsche Börse schafft ein neues Marktsegment für kleinere und mittlere Unternehmen. Es soll im März 2017 an den Start gehen und den Entry Standard ablösen.

Es wird zwar kein „Neuer Markt 2.0″, dennoch reformiert die Deutsche Börse das Qualitätssegment Entry Standard grundlegend. Hintergrund sind unter anderem zahlreiche Skandale insbesondere im Bereich der Mittelstandsanleihen, die den Entry Standard in den letzten Jahren in Verruf gebracht haben.

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Börse, Carsten Kengeter, hat am 21. November 2016 die Eckpunkte vorgestellt. Das neue Segment soll kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland und Europa mit Investoren zusammenbringen und so die Wachstumsfinanzierung ermöglichen. Es wird den Entry Standard für Aktien und Unternehmensanleihen ersetzen.

Unberührt bleiben die Segmente des regulierten Markts, General Standard und Prime Standard.

Strengere Aufnahmekriterien

Gegenüber dem bisherigen Entry Standard gelten in dem neuen Börsensegment deutlich strengere Zugangsvoraussetzungen. Es werden klare Kriterien gelten, die ein Unternehmen erfüllen muss, um in das Qualitätssegment aufgenommen zu werden.

So muss das Unternehmen einen Jahresumsatz von mindestens EUR 10 Mio., einen Jahresüberschuss erwirtschaften und über ein positives Eigenkapital verfügen. Zudem muss das Unternehmen bereits vor dem Börsengang ein Eigenkapital von mindestens EUR 5 Mio. eingesammelt haben und mindestens 20 Mitarbeiter beschäftigen.

Für die Aufnahme in das neue Segment müssen mindestens drei der fünf genannten Kennzahlen erfüllt sein. Schließlich ist für die Aufnahme eine Marktkapitalisierung von EUR 30 Mio. Voraussetzung ...

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