Der Umgang mit Naturalrabatten und Skonti

von Juliane Boscheinen

Der Umgang mit Naturalrabatten und Skonti von Juliane Boscheinen am 30. November 2016, Rubrik: Abrechnungsbetrug, Allgemein, Liquidationsrecht

Immer wieder wird die Frage an uns gerichtet, wie Ärzte mit sogenannten Naturalrabatten umzugehen haben. Salopp ausgedrückt, handelt es sich bei einem Angebot „5 zum Preis von 4“ um einen Naturalrabatt.

Den Ärzten stellt sich die Frage, wie mit so erhaltenen Medikamenten umgegangen werden muss. Im Rahmen der Abrechnung gegenüber Privatpatienten kann der Arzt gemäß § 10 GOÄ auch Auslagen gegenüber dem Patienten abrechnen. So ist der Arzt dazu berechtigt, Medikamente, die er an den Patienten abgibt, gemäß § 10 GOÄ abzurechnen. Problematisch wird es dann, wenn der Arzt für die Medikamente nichts bezahlt hat.

Allgemein anerkannt ist es, dass der Arzt über § 10 GOÄ diejenigen Kosten gegenüber dem Patienten abrechnen kann, die er tatsächlich hatte. Wenn der Arzt die ihm gewährten Rabatte bei der Abrechnung nicht in Abzug bringt, kommen verschiedene strafrechtliche Konsequenzen in Betracht. Zunächst begeht der Arzt, der gegenüber dem Privatpatienten Auslagen geltend macht, die er gar nicht hatte, einen Betrug gemäß § 263 StGB ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK