Erbschaft vor dem Fiskus zu verschweigen ist unmöglich

von Bernhard Schmeilzl

Jede Bank und jede Versicherung teilt beim Tod des Kunden dessen Vermögen automatisch dem deutschen Finanzamt mit. Und so sieht diese Mitteilung aus.

automatisch Muss man als Erbe in der deutschen Erbschaftsteuererklärung wirklich jedes Konto, Aktiendepot und Schließfach angeben? Nun, was in Deutschland belegenes Vermögen angeht, so sollte man nicht lange darüber nachdenken: Ja, man muss. Alles andere führt unweigerlich vor den Staatsanwalt, denn das Finanzamt weiß längst, welches Vermögen der Verstorbene bei deutschen Banken, Versicherungen, Investmentfirmen und anderen Finanzdienstleistern hatte. Denn diese Institute sind gemäß § 33 ErbStG verpflichtet, eine Vermögensmitteilung an das deutsche Erbschaftssteuerfinanzamt zu machen. Und so sieht die in der Praxis aus:

Wie ist es aber mit Auslandsvermögen? Kann man wenigstens riskieren, dass man Konten oder Beteiligungen “vergisst” abzugeben? Nun, auf keinen Fall sollte man darüber nachdenken, wenn es sich um eine Tochter eines deutschen Finanzinstituts handelt. Die sind nämlich ebenso zur Offenlegung verpflichtet. Erst kürzlich hat der Europäische Gerichtshof entschieden, dass § 33 ERbStG mit EU-Recht vereinbar ist (C-522/14 vom 14. April 2016). In anderen Ländern, insbesondere in Österreich und im Vereinigten Königreich (UK), gibt es vergleichbare Pflichten nicht, in den Steueroasen Jersey, Guernsey, Cayman Islands etc natürlich ohnehin nicht. Trotzdem ist es für Erben extrem riskant, Auslandsvermögen nicht anzugeben. Irgendwann muss es ja “gehoben” werden. Weitere Infos hier ...

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