30-jähriger Lügenmeister muss in Haft

von Stephan Weinberger

Ein 30-jähriger Unterallgäuer muss für 22 Monate ins Gefängnis, weil er mit einem umfangreichen Lügengerüst seine Freundin beeindrucken wollte. Mit fatalen Folgen für die Betroffenen. Dabei war der Mann erst vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen worden und wollte sich ein ehrliches Leben aufbauen. „Irgendwann ist Schluss“ befand Richterin Barbara Roßdeutscher.

Wie die Augsburger Allgemeine berichtet, wurde der 30-Jährige August vergangenen Jahres vorzeitig aus der Haft entlassen und auch sonst lief es anfangs nicht schlecht: Einen neuen, gut bezahlten Job und den Vorsatz, auch auf dem legalen Weg erfolgreich zu werden. Doch der vermeintliche Vorsatz hielt nur wenige Wochen, wie sich in der Verhandlung vor Gericht herausstellte.

Der Angeklagte baute ein Lügengerüst auf, in das er sich immer weiter verstrickte: So gab er gegenüber seiner Freundin an, er habe nach dem Tod seiner Mutte mehrere Friseursalons geerbt, die er ihr gerne überschreiben wolle. Einer Kollegin seiner Freundin bot er in der selbstverständlich nicht existierenden „Haarscharf GmbH“ eine leitende Funktion an und versprach ihr hierfür ein fürstliches Gehalt von monatlich 3600 Euro. Wie vermutet, erhielt die neue „Angestellte“ kein Geld. Stattdessen musste sie an den Angeklagten für ein vermeintliches Notebook vorab 150 Euro Anzahlung leisten.

Auch die Freundin des Mannes musste sich vor Gericht verantworten, da sie als für die „Haarscharf GmbH“ vermeintliche Inhaberin auftrat und in dieser Funktion Arbeitsverträge mit ihrer Kollegin unterzeichnete, sie aber bei keiner der zuständigen Stellen anmeldete. Die 28-Jährige sagte aus, ihr sei nicht klar gewesen, dass „alles erstunken und erlogen sei“. Das Verfahren gegen sie wurde schließlich eingestellt, auch wenn Richterin Barbara Roßdeutscher nicht vollkommen von ihrer Ahnungslosigkeit überzeugt war ...

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