Darlehensgebühr stellt eine unangemessene Benachteiligung dar

In einem Alter, in dem man das Studium noch nicht abgeschlossen hat, der Abschluss aber in greifbare Nähe gerückt ist, kann man schon einmal an eine Altersvorsorge denken.

Als sinnvolle Geldanlage, die sich auch im Alter rentiert, werden nach wie vor Immobilien angesehen. Der Traum vom Eigenheim erwächst bereits, wenn man von dem Dorf in die Unistadt zieht und horrenden Mietforderungen schutzlos ausgeliefert ist.
Eine Möglichkeit, das Eigenheim zu finanzieren, ist ein Bausparvertrag.

Bauspardarlehen – so funktioniert es

Das Bauspardarlehen funktioniert wie folgt:
Der Bausparer zahlt bis zu einer bestimmten Summe ein. Er spart sozusagen. Wenn er eine bestimmte Summe erreicht hat – die sogenannte Mindestansparsumme, entsteht ihm ein Anspruch, gerichtet auf Auszahlung eines günstigen Darlehens durch die Bausparkasse.
Hierdurch kann er den Hausbau langfristig finanzieren, ohne hohen Zinszahlungen ausgeliefert zu sein.

Gebühr bei Inanspruchnahme des Darlehens

Allerdings war es früher oft so, dass bei der Auszahlung des Darlehens eine Gebühr fällig wurde. 2 % der Darlehenssumme musste der Bausparer zahlen, wenn er das Darlehen in Anspruch nahm. Zwar taten das viele tatsächlich nicht, aber für die Betroffenen bedeutete dies eine Zahlung von 1.000 € bei einer Darlehenssumme von 50.000 €. Ein Betrag, bei dem man schlucken muss, nimmt man doch gerade ein Darlehen in fünfstelliger Höhe in Anspruch.

BGH – eine Darlehensgebühr stellt bei einem Bauspardarlehen eine unangemessene Benachteiligung dar

Der BGH hat kürzlich zur Darlehensgebühr und deren Rechtmäßigkeit entschieden. (Urt. vom 08. November 2016, Az. XI ZR 552/15).

Der Fall:

Geklagt hatte die Verbraucherzentrale NRW. Angelehnt an ein Urteil, das 2014 die Bearbeitungsgebühr für Kredite kippte, argumentierte sie, dass in der Klausel, welche die Darlehensgebühr vorsieht, eine unangemessene Benachteiligung des Kunden liege ...

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