Das Wegbier soll in Köln verboten werden

Et kölsche Jeföhl. Der Karneval, der halve Hahn, das Wegbier vom Büdsche.

Nicht wegzudenken aus der kölschen Kultur- zumindest für die Meisten. Genau darum gab es auch einen großen Aufschrei, als Pläne laut wurden, das Wegbier abzuschaffen.
Bereits in Berlin hatte es erst kürzlich eine ähnliche Debatte gegeben.

Was vor einigen Jahren noch für Kontrollverlust und Alkoholismus stand und gesellschaftlich verpönt war, ist für viele heute ein Ausdruck von Spontaneität, Entspanntheit und Freiheit. Auf dem Weg zu einer Party, zwischen Wohnung und Club, auf dem Heimweg vom Feiern oder das klassische Feierabendbierchen. Fast jeder hat es schon einmal getrunken.

Der Hintergrund der Änderung

Der Empörung zugrunde liegt die Novelle der Kölner Stadtordnung, die die Schaffung des neuen § 11a vorsieht.

In diesem soll der Konsum von Alkohol und Drogen in einem Umkreis von 100 Metern um Kindergärten und Schulen auf öffentlichen Flächen verboten werden. Streng genommen geht es also nicht um ein Verbot des Wegbiers, sondern um bestimmte Bannmeilen, in denen das Alkoholverbot gelten soll.

Die Außengastronomie ist nicht betroffen.

Was zwar kein Verbot des Wegbiers ist, wird sich faktisch allerdings so auswirken. Schließlich würden so um rund 900 Einrichtungen Bannmeilen entstehen.

Wen die Novelle schützen soll, ist leicht zu erkennen. Kinder und Jugendliche sollen auf dem Hin- und Rückweg zur Schule beziehungsweise zum Kindergarten nicht mit Bier oder weinbrandähnlichen Getränken beziehungsweise deren Konsumenten konfrontiert werden.
Was nach einer vernünftigen Erwägung klingt, stellt die Stadt vor Herausforderungen, die praktisch allerdings jedoch entweder nicht zu bewältigen sind oder immense Kosten verursachen.

Die Umsetzung

Infolge der Gesetzesänderung wären im Umkreis von allen Schulen und Kindergärten keine alkoholischen Getränke mehr erlaubt ...

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