StMI: Zwischenbilanz des staatlichen Netzwerks gegen Salafismus

StMI: Zwischenbilanz des staatlichen Netzwerks gegen Salafismus

24. November 2016 by Klaus Kohnen

Seit einem Jahr arbeitet das bayerische Netzwerk gegen Salafismus. Heute zogen Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, Sozialministerin Emilia Müller, Justizminister Prof. Dr. Winfried Bausback und Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle Zwischenbilanz über die Arbeit des Netzwerkes. Herrmann und Müller stellten außerdem unter www.antworten-auf-salafismus.de das neue Internetportal des Netzwerks vor.

Herrmann: „Im Kampf gegen islamistische Extremisten müssen wir alle Register ziehen.“

Das gehe von der intensiven Beobachtung der Szene über konsequente Strafverfolgung bis hin zu massiven Schlägen gegen extremistische Vereinsstrukturen wie zuletzt gegen ‚Die wahre Religion‘, deren Unterstützer im Gefolge von ‚LIES!‘-Koranverteilungsaktionen gezielt Kämpfer für den Dschihad angeworben haben.

Dazu gehört laut Bayerischem Innenminister aber auch eine intensive Informations- und Aufklärungsarbeit, um Radikalisierungen bereits im frühen Stadium zu erkennen.

„Und natürlich müssen wir uns auch um diejenigen kümmern, die bereits radikalisiert sind. Hier haben wir im Kompetenzzentrum für Deradikalisierung beim Bayerischen Landeskriminalamt bereits gute Erfahrungen mit unserem zivilgesellschaftlichen Partner von Violence Prevention Network e.V. gemacht, der im Einzelfall vertrauliche und kostenlose Beratung, Begleitung und Ausstiegshilfen anbietet, aktuell in über 50 Fällen.“

Rund 650 Personen bewegen sich bayernweit in der salafistischen Szene, Tendenz steigend.

Sozialministerin Emilia Müller betonte:

„Die Bedrohung durch radikale Ideologien braucht wirksame Antworten. Prävention ist hier der beste Schutz, damit Radikalisierung gar nicht erst entsteht. Es ist uns gelungen, auch auf kommunaler Ebene Präventionsnetzwerke zu schaffen. Mit unseren Partnern aus dem Netzwerk haben wir bayernweit bisher rund 2 ...Zum vollständigen Artikel

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