Therapiebedürftig

von Christoph Nebgen

Es ist falsch, Menschen als dumm zu bezeichnen, nur weil sie z. B. Donald Trump gewählt haben.

Wer so etwas schreibt, kann sich sicher sein, allseits wohlgefälliges Nicken zu ernten. Die Aussage klingt differenziert, problembewusst, verständnisvoll. Eine moderate Stimme im Meer der Schreihälse.

Gronkh ist so einer. Auf Spiegel Online gibt es derzeit ein Interview mit Erik Range - so heißt er, wenn er nicht gerade auf YouTube Spiele testet - und der sagt dort genau das. Wörtlich heißt es:

"Ich erlebe zum Beispiel immer mehr politischen Hass. Ein Trump wurde zum Beispiel nicht zwingend von "dummen" Menschen gewählt, wie es gerne stark vereinfacht wird. Er wurde gewählt von Menschen, die das Gefühl haben, sie werden nicht gehört. In Deutschland ist aus ähnlichen Gründen die AfD auf dem Vormarsch."

Gut, ich soll also Menschen, die Donald Trump gewählt haben, nicht als "dumm" bezeichnen. Die hatten schließlich ihre Gründe. Nun hat derjenige, der um der Erbschaft willen Mutter und Vater erschlägt, auch einen Grund. Möglicherweise sollte man sich also die Qualität des Grundes mal etwas näher anschauen.

Den Grund der Trump-Wähler liefert Gronkh in seinem Zitat ja gleich mit: Die Menschen hätten das Gefühl, sie würden nicht gehört ...Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK