OLG Brandenburg: Gemeinsame elterliche Sorge auch bei "unüberbrückbaren Meinungsverschiedenheiten".

von Gerhard Kaßing

Auch wenn das Tischtuch zwischen den Eltern komplett zerschnitten ist, sieht das OLG Brandenburg in der Regel noch keinen Anlass, die gemeinsame elterliche Sorge aufzuheben. Solange die Gerichte Meinungsverschiedenheiten durch Entscheidungen gemäß § 1628 BGB noch überbrücken können, soll die gemeinsame elterliche Sorge bestehen bleiben. Überdies könne eine Prognose dahingehend, dass die Eltern überhaupt nicht mehr miteinander können, in der Regel erst getroffen werden, wenn die Eltern entsprechend Hilfe von außen angenommen haben.

Die Leitsätze des Gerichts:

1. Die gemeinsame elterliche Sorge ist nur dann zu versagen, wenn die Voraussetzungen zu deren gemeinsamer Ausübung – nach höchstrichterlicher Rechtsprechung eine tragfähige soziale Beziehung und ein Mindestmaß an Übereinstimmung zwischen ihnen (vgl ...

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