In der Prüfung geschummelt? Das kannst du tun, wenn dir ein Täuschungsversuch vorgeworfen wird!

Hand aufs Herz: Hast du in der Klausur schon einmal versucht, einen Blick auf den Zettel deines Nachbarn zu werfen?

Täuschungsversuche sind vielfältig; vom Spicker, über Plagiate bis hin zu Personen, die mit gefälschten Studentenausweisen aus “Freundschaft” oder gegen Bezahlung Klausuren von anderen schreiben…

Richtig ärgerlich wird es aber erst dann, wenn du nichts Illegales getan hast und dir zu Unrecht ein solcher Betrug vorgeworfen wird.

Was genau ein Täuschungversuch ist und wie du vorgehen kannst, falls du zu Unrecht der Täuschung bezichtigt wirst, erfährst du in diesem Experteninterview mit Rechtsanwalt Lars Brettschneider.

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Hallo Herr Brettschneider, als Fachanwalt für Verwaltungsrecht mit dem Schwerpunkt Prüfungsrecht kennen Sie sich bestens mit rechtlichen Fragen im Studium aus – zum allgemeinen Verständnis: Was versteht man unter einem Täuschungsversuch?

Nach der gängigen Rechtsprechung versteht man unter einem Täuschungsversuch, dass der Prüfling eine nach regulären Bedingungen eigenständig erbrachte Prüfungsleistung vorspiegelt, während er tatsächlich unerlaubte Hilfen in Anspruch genommen hat.

Können Sie einige Beispiele dazu nennen? Welche Arten von Täuschungsversuchen gibt es?

Nun, da kommt zunächst einmal die Verwendung unerlaubter Hilfsmittel, wie z.B. der klassische Spickzettel oder unerlaubte Markierungen in zur Prüfung zugelassenen Hilfsmitteln in Betracht, aber auch die Hinzuziehung dritter Personen.

Letzteres kommt natürlich insbesondere bei Hausarbeiten zum Tragen, kann aber auch bei Klausuren eine Rolle spielen, wenn der Prüfling z.B. von der Toilette aus unerlaubte Telefonate mit Dritten führt, also quasi den nicht vorgesehenen Telefonjoker in Anspruch nimmt. Auch das Abschreiben beim Tischnachbarn ist natürlich ein Täuschungsversuch, ebenso wie bei wissenschaftlichen Arbeiten die Fertigung von Plagiaten ...

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