Wenn das Kind partout nicht zu Papa will, ist wohl vermutlich die Mutter dran schuld.

von Gerhard Kaßing

Wenn das Kind partout nicht zu Papa will, ist wohl vermutlich die Mutter dran schuld.

Das Amtsgericht ordnete begleiteten Umgang zwischen Vater und Kind an und bestellte einen Umgangspfleger. Als dieser kommt, und das Kind abzuholen, weigert sich das Kind kategorisch, mitzugehen. Das Amtsgericht verhängt ein Zwangsgeld gegen die Mutter; deren zum OLG Saarbrücken erhobene Beschwerde bleibt erfolglos. Angesichts des Sachverhaltes geht das OLG davon aus, dass die Mutter den Umgang nicht ausreichend gefördert habe: "Denn nach § 1684 Abs. 2 BGB sind die Eltern zu wechselseitig loyalem Verhalten bei der Verwirklichung des Umgangsrechts verpflichtet. Dem betreuenden Elternteil obliegt es deswegen, auf das Kind erzieherisch dahin einzuwirken, dass psychische Widerstände des Kindes gegen den Umgang mit dem anderen Elternteil abgebaut werden und das Kind eine positive Einstellung dazu gewinnt. Der Obhutselternteil hat Kontakte zum anderen Elternteil nicht nur zuzulassen, sondern positiv zu fördern, um dem Kind mögliche Loyalitätskonflikte zu ersparen ...

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