Interview mit Frederick Richter, Vorstand Stiftung Datenschutz

von Sanela Hodzic

Die Stiftung Datenschutz lädt unter dem Titel „Ich stimme zu! – Wie geht es weiter mit der Einwilligung im Datenschutz?“ zu ihrer nächsten Tagung ein. Diese findet am 22. November 2016 in Leipzig statt (nähere Infos hier). Im Vorfeld der Tagung hatten wir Gelegenheit mit Frederick Richter, Vorstand der Stiftung, zu sprechen.

datenschutz notizen: Herr Richter, die Stiftung Datenschutz gibt es nun seit drei Jahren. Wie ist Ihr Fazit?

Stiftung Datenschutz: Da unsere Arbeit nicht etwa endet, sondern vorangeht, nenne ich es einmal „Zwischenfazit“: Wir haben festgestellt, dass riesiger Bedarf besteht für mehr Austausch zwischen den unterschiedlichen Interessen im Bereich des Datenschutzes. Die Politik weiß zu wenig von der Forschung; die Wirtschaft redet oft zu wenig mit der Aufsicht. Zudem gibt es internationale Entwicklungen wie die myData-Bewegung und die PIMS, die hierzulande fast unbekannt sind. Wir wollen uns also verstärkt darum kümmern, den notwendigen Diskussionsprozessen im Datenschutzbereich ein Forum zu bieten. Als Plattform auf Bundesebene wollen wir den Diskurs moderieren und so zu guten Lösungen beitragen.

Auch im Bereich der Datenschutzzertifizierung bauen wir unsere Rolle als neutrale Instanz aus. Wir werden den Kriterienkatalog für die Begutachtung von Datenschutz in der cloud verwalten, der im BMWi-Projekt „Trusted Cloud“ entstanden ist. Bei der Entwicklung des neuen Standards Trusted Cloud-Datenschutzprofil (TCDP) waren nicht nur Wirtschaft und Zertifizierungsstellen beteiligt, sondern von Anfang an auch die Aufsichtsbehörden. Dies wird uns die große Chance bieten, Vorarbeiten zu leisten für die Entwicklung eines „Europäischen Datenschutzsiegels“ (Art. Abs. 5 S. 2 DSGVO).

Die Stiftung Datenschutz hat das Projekt „Transparenz und Einwilligung“ ins Leben gerufen ...

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