Urs Paul Engelers Kampf für den Quellenschutz: Strafverfahren droht eingestellt zu werden.

Journalisten erfahren nie, dass sie mitüberwacht werden, wenn sie mit einem Informanten telefonieren oder mailen (sogenannter Beifang). Werden die Randdaten eines Informanten erhoben, erfahren die Staatsanwälte wer mir wem, wann und wo digital kommuniziert hat. Sondert ein Zwangsmassnahmengericht später diese Daten nicht aus, können Journalisten entsprechende Verfügungen mangels Parteistellung auch nicht anfechten.

Das musste und muss der renommierte Rechercheur Urs Paul Engeler erleben: Die Staatsanwaltschaft hat all seine Recherchegespräche mit Informanten im Fall Hildebrand ausgewertet und im Strafverfahren gegen Rechtsanwalt Hermann Lei und den Bankangestellten Reto T. verwendet. Engeler wusste davon bis zu Prozessbeginn nichts und erfuhr es erst durch Zufall.

Darauf reichte er Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Amtsgeheimnisverletzung ein. Die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren aber am 5. September ein ...

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