OLG Thüringen: Kein Wechselmodell, wenn ein Elternteil nicht zustimmt.

von Gerhard Kaßing

Auch das Thüringer OLG hat sich noch einmal dagegen ausgesprochen, das Wechselmodell gegen den Willen der Eltern anzuordnen.

Es legt fest, dass insbesondere auch § 1671 Abs. 1 Satz zwei Nr. 2 BGB als Rechtsgrundlage nicht herangezogen werden könne.

Grundvoraussetzung funktionierender gemeinsamer Sorge sei nach nahezu einhelliger Auffassung in Praxis und Lehre sowohl die objektive Kooperationsfähigkeit als auch die subjektive Kooperationsbereitschaft der Eltern (Hinweis auf BVerfG FamRZ 2003,285, 286; BGH NJW 2008, 662, 664). Die gemeinsame Ausübung der Elternverantwortung setze danach eine tragfähige soziale Beziehung, gelingende Kommunikation und ein Mindestmaß an Übereinstimmung voraus ...

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