EU-Kommission: Kommission schlägt EU-weites Reiseinformations- und -genehmigungssystem vor

EU-Kommission: Kommission schlägt EU-weites Reiseinformations- und -genehmigungssystem vor

16. November 2016 by Klaus Kohnen

Die Europäische Kommission hat heute (Mittwoch) vorgeschlagen, ein Meldesystem für visafreie Einreisen in die Europäische Union einzurichten. Über das europäischen Reiseinformations- und -genehmigungssystem (ETIAS) soll kontrolliert werden, ob Drittstaatenangehörige eine Einreisegenehmigung erhalten oder ein mögliches Sicherheitsrisiko darstellen. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte bei seiner Rede zur Lage der Union im September die Einführung eines solchen Systems zur besseren Sicherung des EU-Außengrenzen angekündigt.

ETIAS wird zu einem effizienteren Management der EU-Außengrenzen und zu einer Verbesserung der inneren Sicherheit beitragen. Gleichzeitig wird das legale Reisen über die Schengen-Grenzen hinweg erleichtert. Eine Genehmigung würde mittels eines einfachen, kostengünstigen und schnellen Verfahrens eingeholt; in den meisten Fällen dürfte sie in nur wenigen Minuten erteilt werden. Die Genehmigung, deren Beantragung nicht mehr als zehn Minuten in Anspruch nimmt und für die lediglich ein gültiges Reisedokument erforderlich ist, wird für einen Zeitraum von fünf Jahren gültig sein. In diesem Zeitraum können mehrere Reisen erfolgen. Eine Antragsgebühr von € 5 gilt nur für alle Antragsteller, die das 18. Lebensjahr vollendet haben.

Frans Timmermans, Erster Vizepräsident der Kommission, sagte dazu:

„Die Sicherung unserer Grenzen und der Schutz unserer Bürgerinnen und Bürger sind unsere oberste Priorität. ETIAS wird eine Informationslücke schließen, indem Informationen über visumbefreite Reisende mit all unseren anderen Systemen abgeglichen werden. Gleichzeitig wird das künftige ETIAS einfach, schnell, kostengünstig und wirksam sein ...Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK