Der Baugrund und das damit einhergehende Bodenrisiko (I)

Ein Anlagenbauvertrag sollte auf jeden Fall eine detaillierte Regelung beinhalten, die sich mit dem Baugrund der Anlage auseinandersetzt, sofern Bodenarbeiten zum Leistungsumfang gehören. Grundsätzlich ist hier zwischen zwei Fällen zu unterscheiden. Entweder es handelt sich um die Verpflichtung den Baugrund zur Verfügung zu stellen oder es geht um den Zustand des eigentlichen Baugrunds bzw. das Bodenrisiko. In der Regel kommt dem Auftraggeber die verpflichtende Aufgabe zu, den Baugrund oder die Baustelle zu einem bestimmten Zeitpunkt zur Verfügung zu stellen.

Als Baugrund- oder Bodenrisiko werden Umstände bezeichnet, die zu einer unerwarteten Erschwerung der Leistungserbringung führen und erst beim Aushub oder den Gründungsarbeiten für ein Projekt zu Tage treten (z.B. Altlasten, historische Funde oder unerwartete Bodenbeschaffenheiten, wie beispielsweise Kavernen, Weichbodenschichten oder Felsen). Die Wahrscheinlichkeit eines solchen Risikos hängt in erster Linie davon ab, wie sorgfältig und umfassend die Baugrunduntersuchungen durchgeführt wurden und wie belastbar die jeweiligen Ergebnisse der Untersuchungen sind. Trotz vorheriger Baugrunduntersuchung existieren viele abgeschlossene Projekte, bei denen unerwartete Boden- oder Gründungsprobleme dazu führten, dass entsprechende Mehrkosten und Terminverzüge aufgetreten sind, was nochmals unterstreicht, dass eine detaillierte Vereinbarung und Auflistung aller Regelungen oberste Priorität haben sollte, um letztlich einen (annähernd) reibungslosen Projektablauf gewährleisten zu können ...

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