Anerkennung von Mietverhältnissen zwischen nahen Angehörigen

von Christoph Iser

Man kann es gar nicht oft genug betonen, dass bei der Vermietung zwischen nahen Angehörigen strenge Anforderungen seitens der Finanzverwaltung gestellt werden, damit das Mietverhältnis auch tatsächlich steuerliche Anerkennung finden kann und der Vermieter eventuelle Werbungskostenüberschüsse auch wirklich steuermindernd verrechnen darf.

So hatte der BFH mit Urteil vom 16.02.2016 (Az: IX R 28/15) bereits Anfang des Jahres entschieden, dass kein fremdübliches Mietverhältnis (und damit auch keine steuerliche Anerkennung dessen) vorliegt, wenn zwischen dem Vater als Vermieter und der Tochter als Mieter zwar die Mietzahlung durch Überweisung vereinbart wurde, aber tatsächlich über eine fiktive Verrechnung mit dem gesetzlichen Unterhaltsanspruch des Sprösslings erfolgt. Es muss halt mindestens das Vereinbarte durchgeführt werden. Hätte der Vater der Tochter einen Barunterhalt überwiesen und diese hätte dann daraus die Miete beglichen, würde insoweit nichts gegen eine steuerliche Anerkennung sprechen. Die Folge: Auch Verluste aus der Vermietung und Verpachtung können steuermindernd mit anderen Einkünften verrechnet werden.

Der vorgenannten, negativen Entscheidung des BFH steht ein positives Urteil des FG Berlin-Brandenburg vom 01.10.2015 (Az: 7 K 7216/13) gegenüber ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK