Amtsgericht Meißen: Scheintot im Gerichtssaal

von Jannina Schäffer

Ein 65-jähriger Angeklagter aus Taubenheim (Sachsen) verfolgt seine Gerichtsverhandlung völlig regungslos. Er bewegt sich nicht, spricht nicht, stellt sich scheintot und musste von Polizisten getragen werden.

Weil er Polizeibeamte angegriffen hat, wurde der Mann schon im vergangenen Jahr vom Amtsgericht Meißen zu einer Geldstrafe von 300 Euro verurteilt, die er nicht bezahlte. Am 18. Januar 2016 versuchten daraufhin zwei Polizisten den 65-Jährigen in Haft zu nehmen, damit dieser seine Geldstrafe „absitzt“. Schon damals ignorierte der Mann die Anweisungen der Polizisten und verweigerte jegliche Kooperation. „Als wir ihm den Vollstreckungshaftbefehl zeigten und sagten, dass wir ihn jetzt mitnehmen, ließ er sich zu Boden fallen und blieb regungslos liegen“, meint einer der am Einsatz beteiligten Beamten. Als ein Freund des Mannes die Geldstrafe bezahlen möchte, wirft der Taubenheimer den Polizisten das Geld mit den Worten „Verpisst Euch!“ vor die Füße.

Die Beamten dürfen das Geld jedoch nicht annehmen. Sie tragen den Mann ins Polizeiauto und fahren ihn auf das Polizeirevier in Meißen. Hier wehrt er sich wiederum heftig, schlägt um sich, beißt, spuckt und verletzt einen der Beamten ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK