Baustelle am Strand als Reisemangel?

Endlich ist der Urlaub da und damit die Aussicht auf Sonne, Strand und Meer, aber vor allem: Entspannung! Da ist das böse Erwachen umso größer, wenn man am Urlaubsort antrifft und die lang ersehnte Ruhe gegen Baggerlärm und Baustaub eintauschen muss. So ähnlich ereignete es sich kürzlich in einem Fall, den das AG München zu entscheiden hatte.

Zum Sachverhalt:

Der Kläger buchte für sich, seine Ehefrau und seine Tochter bei dem beklagten Reiseveranstalter eine Pauschalreise über ein Internetportal vom 30.10.2014 bis zum 06.11.2014 nach Abu Dhabi für 3.217 Euro. Auf der Buchungsbestätigung wurde ihm mitgeteilt: „Bitte beachten Sie, dass bis zum 20.11.2014 ein Teil des Strandes saniert wird. Es kann zu Lärm- und Sichtbelästigungen kommen.“ Der Kläger trat mit der Familie die Reise an. Vor Ort angekommen stellte die Familie fest, dass – nach ihrem Vortrag – die Hälfte des hoteleigenen Strandes gesperrt gewesen sei. Von 9.00 Uhr morgens bis mindestens 22.00 Uhr habe in der Außenanlage und insbesondere am Stand und im Poolbereich ein unerträglicher Lärmpegel geherrscht. Auch im gebuchten Hotelzimmer sei der Lärm nicht zu überhören gewesen. Durch die Bauarbeiten sei zudem die Aussicht beeinträchtigt gewesen. Der Kläger ist der Meinung, dass der Hinweis in der Reisebestätigung nichtssagend und stark verniedlichend gewesen und daher nicht wirksam sei. Er erhob Klage vor dem AG München gegen den Reiseveranstalter auf Zahlung von 1.599,64 Euro Schadensersatz (40% Reisepreisminderung und 300 Euro für vertane Urlaubsfreude).

Entscheidungsgründe:

Das AG München hat die Klage abgewiesen ...

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