Nobelpreis für Vertragstheoretiker

Seit 1901 wird jährlich der Nobelpreis in den Kategorien Physik, Chemie, Medizin, Literatur und Frieden verliehen. Die Auszeichnung wurde von dem schwedischen Erfinder und Industriellen Alfred Nobel ins Leben gerufen. Seit 1968 gibt es außerdem den Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften, den die Schwedische Reichsbank stiftet. Da er gemeinsam mit den Nobelpreisen verliehen wird, gleich dotiert ist und ähnlichen Vergabekriterien entspricht, wird er oft als „Wirtschaftsnobelpreis“ oder „Nobelpreis für Ökonomie“ bezeichnet.

Der diesjährige Nobelpreis für Ökonomie wurde am 10.10.2016 zwei Professoren für ihre

Verdienste um die Vertragstheorie verliehen.

Der Finne Bengt Holmström und der Engländer Oliver Hart lehren beide als Professoren in den USA und bereichern die Welt mit der „ökonomische Analyse des Rechts“. Genauer gesagt mit der „Vertragstheorie“, die sich mit der Frage beschäftigt wie Verträge beschaffen sein sollen.

Holmström und Hart erforschen also, wie man Verträge am besten aufsetzen sollte und wie man sie zukünftig besser gestalten könnte.

Verträge müssen eingehalten werden

Schon bei den Römern und auch noch heute gilt jedenfalls der Grundsatz „pacta sunt

servanda“ (Verträge müssen eingehalten werden).

Das Nobel-Komitee hat folgende bedeutende Thesen aus den Arbeiten der Professoren

herausgearbeitet:

– Absicherung und Anreiz: Wer für sein Verhalten vertraglich voll abgesichert ist, tendiert

eher dazu, sich risikoreicher zu verhalten.

– Leistungsabhängige Bezahlung: die Ausgestaltung leistungsabhängiger Bonifikationen ist oft schwer ...

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