Kunde verklagt Studio: Tattoo-Uhr tickt falsch

von Jannina Schäffer

Der Klassiker: Ein Mann wollte sich eine Erinnerung an seinen kleinen Sohn eintätowieren lassen. Doch dem Tätowierer unterlief bei der Tattoo-Uhr ein Fehler.

Ein 26-jähriger Vater wollte sich zur Erinnerung ein Tattoo mit der Geburtszeit seines Kindes stechen lassen. Um genau 11.14 Uhr war sein Sohn im März 2009 auf die Welt gekommen. Ein Tattoo-Studio in Bornheim (NRW) wurde im August 2015 beauftragt, die Tätowierung in Form einer alten Taschenuhr mit römischen Ziffern auf den Handrücken des Kunden zu tätowieren. Aus 11.14 Uhr wurde dabei versehentlich 11.09 Uhr.

Fünf Minuten zu früh! Der Vater traute seinen Augen nicht und verklagte das Tattoo-Studio wegen des Fehlers. Die falsche Uhrzeit stünde nun für alle Ewigkeit und gut sichtbar auf seiner Hand. Der Kläger trug auch vor, „das Tattoo sei unsauber, schief und verlaufen“, so Amtsgerichtschefin Birgit Niepmann, deren Kollege Sebastian Landwehr den Fall verhandelte. Das Tattoo-Studio soll die Entfernung der Körperkunst per Laser bezahlen. Außerdem fordert der Kläger Schmerzensgeld. Insgesamt belaufe sich der entstandene Schaden auf 3.500 Euro ...

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