Trailer: Deutsche Pop Zustände – eine Geschichte rechter Musik

von Christian Wickert


Der Dokumentarfilm Deutsche Popzustände (Deutschland, 2016, Regisseure: Dietmar Post & Lucía Palacios) beleuchtet das Zusammenspiel von rechter Ideologie und deutscher Musik von den 1970er Jahren bis heute. Neben dem Soziologen Wilhelm Heitmeyer (dessen Buch- und Forschungsreihe „Deutsche Zustände“ offensichtlich als Namensgeber des Films fungierte) kommen zahlreiche Musiker und Musikexperten zu Wort. Die Doku, die für den Deutschen Grimmepreis 2016 nominiert ist, ist als Stream über PLayLoud verfügbar.

Synopsis

Ein Dokumentarfilm über das Zusammenspiel von Popkultur und rechter Ideologie, der die Entwicklung nationalistischer Musik seit den späten 1970er Jahren in Deutschland reflektiert.

Jahrzehntelang galt Popkultur als modern und emanzipatorisch, längst aber ist sie Teil der gesellschaftlichen Mitte und hat sich merklich nach rechts geöffnet: Die Übergänge zwischen Mainstream und neonazistischen Ideologien sind inzwischen fließend.

Im ersten Bekennervideo des NSU werden die Songs „Am Puls der Zeit“ und „Kraft für Deutschland“ der populären Rechtsrock-Band „Noie Werte“ zur musikalischen Untermalung des Gezeigten verwendet. Musik spielte im NSU um Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe eine zentrale Rolle. Von ihnen ist bekannt, dass sie in der subkulturell geprägten neonazistischen Szene politisiert wurden und häufig auf Konzerte gingen ...

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