Nebenpflichten des Auftragnehmers (II)

Während es im ersten Teil der Mini-Blogreihe um die Genehmigungen ging, die zugewiesen und eingeholt werden müssen, sollen nun unterschiedliche Themen angesprochen werden. Zunächst geht es um das Projektmanagement, die Bauüberwachung sowie die Qualitätssicherung, im Anschluss daran um die Inbetriebsetzung und den Probebetrieb der Anlage und schließlich noch um die Einweisung bzw. Schulung des Personals.

Projektmanagement, Bauüberwachung, Qualitätssicherung

Handelt es sich um ein Neubauprojekt wird der Auftragnehmer in der Regel für das komplette Projektmanagement, insbesondere die Einhaltung aller gesetzlichen Anforderungen (Arbeits- und Gesundheitsschutz, aber auch Umweltschutz) verantwortlich sein. Der Auftraggeber könnte ein berechtigtes Interesse daran haben, dem Auftragnehmer die Bauleitung zu übertragen, sofern dies gesetzlich realisierbar ist.

Sollte der Auftragnehmer auf dem Werksgelände oder einer Baustelle des Auftraggebers tätig sein, tritt die gegenseitige Abstimmung und Koordination in den Vordergrund. Die Parteien sollten dann das Zusammenwirken untereinander bereits im Vertrag detailliert festlegen. Der abschließenden Festlegung der anzuwendenden Maßnahmen und Prozesse zur Qualitätssicherung wird immer mehr Bedeutung beigemessen. Die Musterverträge, die vor allem international bekannt sind und vielfach Verwendung finden, verweisen nicht auf spezifische Standards, sondern belassen es bei allgemeinen Formulierungen. In deutschsprachigen Musterverträgen ist es üblich auf die ISO 9001 zu verweisen.

Inbetriebsetzung und Probebetrieb

Im Anschluss an die mechanische Fertigstellung einer Anlage ist diese durch den Auftragnehmer in Betrieb zu setzen („commissioning“). Dazu werden zunächst einzelne Systeme gestartet, bevor die Gesamtanlage in Betrieb gesetzt wird ...

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