Rezension: Bilanz – lesen und verstehen

von Dr. Benjamin Krenberger

Rezension: Bilanz – lesen und verstehen

Koss, Bilanz – lesen und verstehen, 1. Auflage, C.H. Beck 2016

Von Dr. Torsten Obermann, RAG, Münster

Auch dem mit nicht spezifisch wirtschaftlich vorgebildeten Juristen fällt über kurz oder lang eine Bilanz in die Hände – sei es zur Feststellung einer Unterhaltspflicht im Familienrecht oder zur Einschätzung der Liquidität eines Schuldners. Da die allgemeine juristische Ausbildung Fragen der Buchführung und Rechnungslegung nur am Rande streift, ist eine derartige Begegnung in der Regel mit der Sorge verbunden, dass sich die Schwierigkeit, einen Zugang zu finden, als dauerhaftes Problem entpuppt. Gerade der Abbau von diesen Ängsten ist ein zentrales Anliegen des Werks. Nicht umsonst widmet der Autor es insbesondere interessierten Lesern, die nicht glauben wollen, dass Bilanzierung Hexenwerk sei und nur von Magiern verstanden werden könne.

Bei der Vermittlung seines umfassenden Wissens geht der Autor schwungvoll zu Werke. Hier ist jederzeit zu spüren, dass er nicht nur aufgrund seiner Ausbildung als Jurist und Betriebswirt über profunde Kenntnisse verfügt, sondern diese zudem – wohl auch aufgrund seiner Erfahrungen als Journalist und Dozent – in hervorragender Weise vermitteln kann. Seine Freude an der Darstellung wirtschaftlicher Sachverhalte vermittelt sich beim Lesen, sodass die Lektüre tatsächlich neben Erkenntnisgewinn ungeheuren Spaß macht, was man bei einem Buch über Bilanzen vielleicht zunächst eher nicht erwarten würde.

Dem Verfasser gelingt es, komplexe buchhalterische Fragestellungen nicht nur sprachlich präzise sondern auch gut lesbar zu vermitteln. Optisch wird das Buch z.B. durch gesondert gekennzeichnete Checklisten und Merksätze sowie Kapitelzusammenfassungen übersichtlich gegliedert ...

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