Rezension: Organisierte Kriminalität 3.0

von Dr. Benjamin Krenberger

Rezension: Organisierte Kriminalität 3.0

Sinn, Organisierte Kriminalität 3.0, 1. Auflage, Springer 2016

Von Patricia Popp, Wiesbaden

Die „Organisierte Kriminalität“ (OK) ist ein Phänomen, das neben dem Terrorismus die deutsche und internationale Kriminalpolitik beschäftigt und beherrscht. Es gibt zwar viele Bemühungen der Wissenschaft, der Strafverfolgungsbehörden und einiger empirischer Studien, allerdings herrscht weiterhin viel Ungewissheit über das Ausmaß der OK, über ihre Strukturen und die Entwicklung in Deutschland. Aus diesem Grund hat sich der Strafrechtler Arndt Sinn aus Osnabrück dieser Thematik gewidmet. In seinem Werk Organisierte Kriminalität 3.0 nimmt er eine Standortbestimmung der jahrzehntelangen Verfolgung der OK in Deutschland vor.

Das Werk ist in sechs Kapiteln untergliedert und reicht von einer obligatorischen Einleitung über die rechtlichen Anknüpfungspunkte für eine OK-Verfolgung, die Verfolgungsstrategien gegen OK, bis hin zu einem Ausblick auf die Zukunft der OK. Insgesamt umfasst das Buch knapp 80 Seiten und befasst sich überwiegend mit einer Studie, die die polizeilichen Kriminalstatistiken mit Daten von 2012 bis 2014 berücksichtigt. Diese wurden zudem in den Kontext des international vorliegenden Datenmaterials und weiterer Untersuchungen gestellt. Arndt Sinn, der bereits für EUROPOL arbeitete, stellt sich die zentrale Frage, ob es im deutschen Strafgesetzbuch Defizite zur OK gibt und wie diese gegebenenfalls ausgeräumt werden könnten. Hierfür wirft Sinn auch einen Blick über die nationalen Grenzen hinaus und zeigt die Lage zur OK in anderen europäischen Staaten auf.

Zu Beginn gibt Sinn einen kurzen Überblick über den Begriff der OK, was den Einstieg in die Thematik äußerst erleichtert ...

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