Steuerliche Verlustrechnung bei Körperschaften

Der Bundestag hat den Gesetzentwurf zur Weiterentwicklung der steuerlichen Verlustverrechnung bei Körperschaften an den Finanzausschuss überwiesen.

Durch den Gesetzentwurf zur Weiterentwicklung der steuerlichen Verlustverrechnung bei Körperschaften sollen junge Technologieunternehmen mit innovativen Geschäftsmodellen gefördert werden, die neue Wagniskapitalgeber als Investoren gewinnen konnten. Künftig werden die Altverluste einer Kapitalgesellschaft, die zumeist bei Start-ups unmittelbar nach ihrer Gründung entstehen, auch bei einem Einstieg eines neuen Eigenkapitalgebers steuerlich weiterhin nutzbar sein.

Die zukünftige Steuerlast der Kapitalgesellschaft kann damit im Rahmen der Mindestbesteuerung gesenkt werden. Die Regelung ist nicht begrenzt auf den Eintritt von Wagniskapitalgebern, sondern gilt für alle Fälle, in denen neue Anteilseigner in eine Kapitalgesellschaft eintreten.

Die Grundregel des § 8c KStG bleibt bestehen

8d KStG flankiert die Regelung zum Untergang des Verlustabzugs gemäß § 8c KStG. Der Gesetzentwurf sieht eine Ausnahme zu § 8c KStG vor.

Gem. § 8c KStG geht bei einem direkten oder indirekten Übergang von mehr als 25 % des gezeichneten Kapitals, der Beteiligungsrechte oder der Stimmrechte auf einen neuen Gesellschafter, die Verlustvorträge anteilig, ab einem Übergang von mehr als 50% insgesamt, unter. Diese Regelung soll erhalten bleiben und deren überschießende Wirkung durch § 8d KStG abgemildert werden.

Wesentliche Voraussetzung: Fortführung desselben Geschäftsbetriebs

8d KStG knüpft als wesentliche Voraussetzung an die Fortführung desselben Geschäftsbetriebs an. Trotz eines im Grundsatz schädlichen Anteilseignerwechsels kann der Verlustabzug weiter genutzt werden, wenn der Geschäftsbetrieb mindestens drei Jahre vor dem Wirtschaftsjahr des Anteilseignerwechsels bestanden hat und weiterhin fortgeführt wird ...

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