Rezension: Windows into the Soul: Surveillance and Society in an Age of High Technology.

von Christian Wickert

In Kooperation mit dem Surveillance Studies Blog veröffentlicht Criminologia Rezensionen von Büchern aus den Bereichen Überwachung & Kontrolle und Kriminologie.

Weitere Rezensionen finden sich hier.

Die Rezensionen wurden verfasst von Hanna Reichel, Halle-Wittenberg

Titel: Windows into the Soul: Surveillance and Society in an Age of High Technology. Autor: Gary Marx Jahr: 2016 Verlag: University of Chicago Press ISBN: 9780226285917

Der Soziologe Gary Marx ist einer der Pioniere im Bereich der Überwachungsstudien. Als einer der ersten warnte er 1985 vor der Verwirklichung der Visionen von George Orwell in einer „Surveillance Society“1. Sein Begriff der “New Surveillance” wurde prägend für den Wandel von statischer, personenbezogenen und auf Beobachtung basierender zu dynamischer, flächendeckender, datenbasiert technologisch vollzogener Überwachung.2 Dreißig Jahre nach seiner bekannten Arbeit zu verdeckter Polizeiarbeit3 hat er nun eine zweite, breit angelegte Monographie veröffentlicht, die seine über Jahrzehnte gesammelte Einsichten und Reflexionen bündelt und einem sozialwissenschaftlich geschulten ebenso wie einem breiteren thematisch interessierten Publikum zugänglich macht.
Unter Rückgriff auf die dramaturgische Analyse symbolischer Interaktionen seines Lehrers Erving Goffman befasst Marx sich nicht mit aktuellen technologischen oder politischen Entwicklungen, sondern mit der gesellschaftlichen “Kultur der Überwachung” (“culture of surveillance”, xi), die durch die Wahrnehmung und Verwendung von Überwachungstechnologien sozial entsteht. Marx erklärt zum Ziel der Arbeit “to advance understanding of the social and ethical aspects of personal information control and discovery as a naturally bounded, analytically coherent field ...

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