Filesharing über den Familienanschluss

Auch wenn der Bundesgerichtshof in seinen aktuellen Urteilen klargestellt hat, dass ein Anschlussinhaber seine Familienangehörigen nichts ans Messer liefern müsse, so sind weiterhin die Hürden für die sekundäre Beweislast in Filesharing Fällen groß. Gerade hier könne bei unbedachten Antworten an die Abmahnkanzleien zahlreiche Fehler gemacht werden.

In einem ebenfalls am Mai entschiedenen Fall wurde der Anschlussinhaber daher zu einem knapp 3.000 Euro hohen Schadensersatz verurteilt, zu dem sich auch noch die vorgerichtlicher Abmahnkosten von 2.400 Euro gesellen. Die Verfahrenskosten kommen noch hinzu, immerhin für einen Tatbestand aus dem Jahr 2007 bezüglich insgesamt 809 Audiodateien. Der Beklagte bestritt, die Audiodateien selbst zum Download angeboten zu haben, da er zur Tatzeit nicht zu Hause gewesen sei und die heruntergeladene Musik nicht seinen Geschmack treffe. Zudem würden auch seine Ehefrau und seine 15 bzw. 17 Jahre alten Kinder den Anschluss nutzen.

Das Landgericht Köln hatte die Klage abgewiesen, das Oberlandesgericht Köln hingegen den Beklagten verurteilt ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK