Der Mindestlohn – eine kurze Übersicht

von Thorsten Blaufelder

Okt 20

Der Mindestlohn – eine kurze Übersicht

Nachdem das Mindestlohngesetz (MiLoG) im Juli 2014 verabschiedet wurde, herrscht seit dem Jahr 2015 in Deutschland der Mindestlohn. Demnach hat jeder Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer Anspruch auf Zahlung eines Arbeitsentgelts mindestens in Höhe des Mindestlohns durch den Arbeitgeber gemäß § 1 I MiloG. Dieser beträgt momentan 8,50 € pro Zeitstunde und wird ab dem Jahr 2017 um 0,34 € erhöht.

Die Festlegung der Höhe des Mindestlohns kommt der sogenannten Mindestlohnkommission zu und erfolgt im zweijährigen Rhythmus. Der Mindestlohn ist unabdingbar. Dies bedeutet, dass alle Vereinbarungen unwirksam sind, die darauf ausgelegt sind den Mindestlohn zu unterschreiten, zu beschränken oder auszuschließen. Doch was sind eigentlich die Ziele der schwarz-roten Regelung? Als eines der Ziele ist die Verhinderung einer unverhältnismäßigen Bezahlung von Arbeitnehmerinnern und Arbeitnehmern aufgrund von Dumpinglöhnen zu nennen. Darüber hinaus soll der Mindestlohn der Sicherung des Wettbewerbs in der Marktwirtschaft dienen. Denn wenn ein Arbeitgeber unzureichende Löhne zahlt, kann er sich so einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Ob der Mindestlohn ein Erfolg ist, wird sich erst noch zeigen.

Umgehung des Mindestlohns

Wie schon zuvor erläutert ist der Mindestlohn unabdingbar. Jedoch scheint die Unabdingbarkeit nicht jeden Arbeitgeber zu beeindrucken. In den Medien wird immer mal wieder von der Unterwanderung des Mindestlohns durch raffinierte Unternehmen berichtet. Beispielsweise wird das Mittel der unbezahlten Überstunden eingesetzt. Dabei wird den Mitarbeitern ein nicht realisierbares Arbeitspensum auferlegt ...

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