Der Blutrausch-Fall (angelehnt an: BGHSt 7, 325)

Lösungsskizze

A. Strafbarkeit gem. §§ 212 I, 211 I, II, 2. Grup. 2. Var. StGB

I. Tatbestand

1. Objektiver Tatbestand

a) Tod eines anderen Menschen (+)

b) Kausalität und objektive Zurechnung (+)

c) Mordmerkmal der Grausamkeit

hier: wohl eher restriktive Auslegung der Mordmerkmale (-) (a.A. vertretbar)

d) Zwischenergebnis

2. Subjektiver Tatbestand (+)

(P) Vorsatz bzgl. des Kausalverlaufs und des Blutrausches

II. Rechtswidrigkeit (+)

III. Schuld (P)

(P) Bewusstseinsstörung i.S.d. § 20 StGB („Blutrausch“)

Grds. können Affektzustände die Schuldfähigkeit des Angeklagten ausschließen

(P) Gilt dies auch, wenn sie schuldhaft herbeigeführt wurden? (str.)

1. e.A. § 20 StGB (-)

wenn der Affektzustand schuldhaft vom Täter herbeigeführt wird, ähnlich wie bei der actio libera in causa.

2. a.A. : § 20 StGB (+)

Schuldausschließungsgrund auch bei verschuldetem Affektzustand.

3. Streitentscheid (-) (a.A. gut vertretbar)

IV. Ergebnis (+)

B. Strafbarkeit gem. §§ 224 I Nr. 2, 223 I StGB

§§ 224 I Nr. 2, 223 I StGB tritt als notwendiges Durchgangsstadium für den Totschlag zurück.

Gutachten

A. Strafbarkeit gem. §§ 212 I, 211 I, II, 2. Grup., 2. Var. StGB
A könnte sich durch die Schläge mit dem Beil gem. §§ 212 I, 211 I, II 2. Grup. , 2. Var. StGB strafbar gemacht haben.

I. Tatbestand
Der Tatbestand müsste erfüllt sein.

1. Objektiver Tatbestand
Zunächst müsste der objektive Tatbestand vorliegen.

a) Tod eines anderen Menschen
Ausweislich des Sachverhalts liegt der Tod der K und damit eines anderen Menschen vor.

b) Kausalität und objektive Zurechnung
Auch die Kausalität und die objektive Zurechnung sind mangels anderweitiger Sachverhaltsangaben zu bejahen ...

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