EEG-Umlage steigt auf 6,88 Ct/kWh

(c) BBH

Die EEG-Umlage wird im nächsten Jahr einen neuen Höchstwert erreichen: 6,88 Cent pro Kilowattstunde, 8 Prozent mehr als im Vorjahr. Dies haben die Übertragungsnetzbetreiber am 14.10.2016 bekanntgegeben. Für einen Single-Haushalt steigt die monatliche Mehrbelastung um etwas mehr als einen Euro; für eine 4-köpfige Familie schlägt die Erhöhung mit ungefähr 2,60 Euro im Monat zu Buche.

Die Höhe der EEG-Umlage errechnen die Übertragungsnetzbetreiber Tennet, Amprion, 50Hertz und TransnetBW grundsätzlich aus der Differenz zwischen den prognostizierten Einnahmen und Ausgaben für das folgende Kalenderjahr einerseits und dem Differenzbetrag zwischen den tatsächlichen Einnahmen und Ausgaben aus dem laufenden Kalenderjahr andererseits. Die EEG-Umlage für das nächste Jahr wird spätestens bis zum 15.10. veröffentlicht. Aufgrund des prognostischen Teils ist der ermittelte Wert immer mit gewissen Unsicherheiten verbunden.

Der Grund dafür, dass die EEG-Umlage steigt, sind insbesondere sinkende Strompreise an der Börse. Nach dem sog. EEG-Ausgleichsmechanismus sind die Übertragungsnetzbetreiber verpflichtet, den Strom aus Erneuerbaren Energien an der Börse zu verkaufen. Aus diesen Einnahmen werden die Förderungen, welche die Anlagenbetreiber erhalten, finanziert. Die Einnahmen reichen zur Finanzierung der Förderung jedoch nicht aus. Die verbleibende Differenz wird über die EEG-Umlage ausgeglichen. Sinken die Strompreise, so erhöht sich die verbleibende Differenz und ein entsprechend höherer Betrag muss über die EEG-Umlage ausgeglichen werden. Für die sinkenden Strompreise sind die Erneuerbaren Energien übrigens mitverantwortlich. Denn aufgrund der Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien steigt das Angebot von Strom an der Börse ...

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