BGH zum Streit Bild/Wowereit: „Selbst schuld!“

BGH zum Streit Bild/Wowereit: „Selbst schuld!“

Von Redaktion, 17. Oktober 2016

Das passt ins Bild: Der BGH entschied im Wowereit-Streit für die BILD-Zeitung

„Wann bin ich eigentlich eine Person des öffentlichen Interesses?“ Fragen wie diese stellen sich normal Sterbliche nicht, weil sie sich normalerweise eher seltener ungestümem Blitzlichtgewitter ausgesetzt sehen. Prominente indes müssen sich noch eine andere Frage stellen: „Ist das hier gerade Zeitgeschichte oder eher nicht?“In einem aktuellen Fall hatte sich der Bundesgerichtshof mit der Klage von Berlins ehemaligem Bürgermeister Wowereit auseinanderzusetzen, der auf Unterlassung der Veröffentlichung von Bildern klagte, die am Vorabend des Misstrauensvotums gegen ihn im Berliner Nachtleben entstanden waren und die beispielhaft, so die verklagte BILD-Zeitung, „einen „Absturz in 11,5 Jahren“ dokumentieren sollten. Landgericht und OLG waren uneins, die Revision vor dem BGH erbrachte ein erstaunliches End-Ergebnis: Der Senat befand, dass das Berufungsgericht den zeitgeschichtlichen Kontext der BILD-Berichterstattung nicht ausreichend berücksichtigt und gewürdigt habe. Daher sei an der Veröffentlichung der Bilder juristisch nichts auszusetzen. Interessant ist die Logik der BGH-Entscheidung: Ja natürlich passt ein Bild Wowereits als Party-Gänger am Vorabend eines über die Karriere entscheidenden Ereignisses zur Geschichte, wenn die Geschichte den vermeintlichen Absturz eines Bürgermeisters erzählt ...

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