Fahrerlaubnisentzug wegen Trunkenheit auf Bordellparkplatz

von Jannina Schäffer

Grundsätzlich darf einem Autofahrer wegen Trunkenheit im Verkehr die Fahrerlaubnis entzogen werden. Aber ist das auch auf einem privaten Bordellparkplatz so einfach möglich? Mit dieser Frage musste sich das OLG Hamm beschäftigen.

Ein 35-jährigen Mann aus Gütersloh begab sich im Dezember 2015 mit seinem Toyota zu einem Bordell in Warendorf (NRW). Der Besuch in dem Etablissement verlief für ihn teurer und weniger befriedigend als erhofft. Nach erheblichem Alkoholkonsum und einem Streit über die Höhe der Rechnung, versuchte eine Mitarbeiterin des Bordells, dem Mann den Autoschlüssel abzunehmen. Dies gelang ihr nicht, woraufhin der 35-Jährige mit seinem Fahrzeug auf dem Bordellparkplatz ca. 8 m zurücklegte, bevor er von der Polizei gestoppt wurde. Bei ihm wurde eine Blutalkoholkonzentration von über zwei Promille gemessen. Ab 1,1 Promille gilt der Fahrer eines PKW in Deutschland als absolut fahruntüchtig.

Der Pechvogel wurde daher wegen vorsätzlicher Trunkenheit im Verkehr zu einer Geldstrafe von 1.750 Euro verurteilt und ihm wurde die Fahrerlaubnis mit einer Sperrfrist von 6 Monaten entzogen ...

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