Recap zum Vortrag „Sales und Marketing Automation“ auf dem B2B-Marketing Kongress

von Sabine Heukrodt Bauer

Gestern hat Rechtsanwältin Sabine Heukrodt-Bauer auf dem B2B-Marketing Kongress in Würzburg einen Vortrag zum Thema „Sales & Marketing Automation – Die 4 wichtigsten Rechtstipps für E-Mail-Marketing und Leadmanagement“ gehalten. Hier das Recap zum Vortrag:

1. Tipp: Das Double Opt-In ist zulässig

Vor einiger Zeit hatte Oberlandesgericht München noch für Unruhe gesorgt und entschieden, dass bereits die Bestätigungsmail im Double Opt-In als Spam einzustufen ist (Urteil vom 27.09.2012, Az. 29 U 1682/12). Jetzt entschied aktuell das Oberlandesgericht Düsseldorf dagegen, dass Mails im Double Opt-In- Verfahren, bei denen Adressaten zunächst einen Bestätigungslink erhalten, zulässig sind (Urteil vom 17.03.2016, Az. I-15 U 64/15): Werbende dürften im Double Opt-In E-Mails an die angegebenen E-Mail- Adressen versenden, um sich vom Empfänger das Interesse am Erhalt von E-Mail- Werbung bestätigen zu lassen. Dabei sei allerdings zu beachten, dass zuvor das Einverständnis bereits eingeholt worden sein müsse. Mit der Bestätigungs-Mail werde nur noch geklärt, ob das Einverständnis auch vom Inhaber der E-Mail-Adresse selbst stamme. Die Übersendung einer solchen Aufforderung zur Bestätigung sei im Interesse des Empfängers daher zulässig.

2. Tipp: Keine Mails an Empfänger, die dazu vorher nicht ihr Einverständnis erteilt haben, egal ob B2C- oder B2B-Empfänger

§ 7 Abs. 2 Nr. 3 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) bestimmt, dass es immer wettbewerbswidrig ist, Empfänger Werbe-E-Mails zuzuschicken, die dazu nicht vorher ihr Einverständnis erteilt haben. Die Vorschrift macht keinen Unterschied zwischen B2C- und B2B-Empfängern, d. h., dass beide Empfängerkreise sind gleichermaßen geschützt sind ...

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