„Ihr verfluchten Racker, wollt ihr denn ewig leben?“ – Zurückhaltende Resonanz bei Patientenverfügungen

von Michaela Hermes

„Ihr verfluchten Racker, wollt ihr denn ewig leben?“ – Zurückhaltende Resonanz bei Patientenverfügungen von Michaela Hermes, veröffentlicht am 13.10.2016

Den in der Überschrift zitierten Ausspruch soll Friedrich der Große im Zorn seinen fliehenden Soldaten entgegen geschleudert haben. Was Friedrich der Große zur Patientenverfügung sagen würde wissen wir nicht. Aber wir wissen was 1260 Patienten, die aus den unterschiedlichsten Gründen den Arzt aufsuchten, von Patientenverfügungen halten. Sie äußerten sich in einer aktuelle Studie zu Wünschen und Befürchtungen im Hinblick auf das Abfassen einer solchen Verfügung. (Schröder, L; Hommel, G.; Sahm, S. 2016, Intricate decision making: ambivalences and barriers when fulfilling an advance directive, in: Patient Preference and Adherence, Band 10, S. 1583-1589) https://www.dovepress.com/intricate-decision-making-ambivalences-and-barriers-when-fulfilling-an-peer-reviewed-fulltext-article-PPA.

Was ist eine Patientenverfügung?

Eine Patientenverfügung wird für den Fall geschrieben, dass der Patient sich in einer bestimmten Situation nicht mehr mitteilen kann. In der Patientenverfügung legt der Patient also fest, wie er in therapeutischer oder pflegerischer Hinsicht in dem Fall behandelt werden will, dass er seinen Willen nicht mehr äußern kann. Für die Ärzte sind diese Wünsche verbindlich, wenn die in der Patientenverfügung getroffenen Festlegungen für die konkrete Lebens- und Behandlungssituation zutreffen (vgl. § 1901a BGB). Zu der Patientenverfügung hatte erst im Sommer der Bundesgerichtshof (Beschluss vom 06.07.2016 – Aktenzeichen: XII ZB 61/16) http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document ...

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