Durchgefallen: Datenschutzerklärungen „intelligenter Alltagsgeräte“ sind oft mangelhaft

von Heike Wedekind

Bei einem internationalen Test der OECD-Datenschutzvereinigung Global Privacy Network (GPEN) sind nach einem jüngst veröffentlichten Artikel auf www.heise.de (hier) smarte Alltagsgeräte wie vernetzte Zahnbürsten, Smartphones mit Fitness-Apps oder mobil gesteuertes Spielzeug größtenteils in puncto Datenschutzerklärung durchgefallen. Auch viele Wearables standen auf dem Prüfstand. Unter Wearables werden sowohl Fitnessarmbänder und Uhren sowie miniaturisierte Computer, die mit unterschiedlichen Sensoren direkt in Kleidungsstücke eingearbeitet werden und dadurch in der Lage sind, Informationen über den Gegenstand selbst oder seine Umwelt zu ermitteln, verstanden. Dass auch inzwischen viele Krankenkassen Gefallen an den Wearables gefunden haben und sich über vielfältige Möglichkeiten der Bezuschussung oder Kundenrabatten Gedanken machen, haben wir (hier) näher beleuchtet.

An der Prüfaktion der smarten Alltagsgeräte waren das Bayerische Landesamts für Datenschutzaufsicht sowie 25 weitere Aufsichtsbehörden auf der ganzen Welt beteiligt. Die Prüfung ergab, dass die Datenschutzbestimmungen aller 314 geprüften Angebote zumeist nur pauschale Hinweise enthielten. Die Anwender werden in den meisten Fällen nicht darüber aufgeklärt, was das „intelligente“ Gerät bzw. der Anbieter tatsächlich mit den personenbezogenen Informationen mache. Weit über die Hälfte der untersuchten Datenschutzrichtlinien klären ihre Nutzer nicht hinreichend darüber auf, wie persönliche Daten erhoben, verarbeitet und genutzt werden.

Nicht, dass das Ergebnis einen sehr verwundern sollte, zeigt es aber dennoch den Trend, dass Firmen nach wie vor ihre bestehende Aufklärungspflicht bei der Fassung der Datenschutzerklärungen vernachlässigen. Viele Diensteanbieter empfinden die ihnen obliegende Aufklärungspflicht als sehr lästig und kommen ihr daher oftmals nur ungenügend nach ...

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