Erwischt! Pokémon Go at work!

von Dr. Christian Ostermaier

Das Spiel um die kleinen virtuellen Monster hat einen regelrechten Hype ausgelöst. Nicht nur Kinder und Jugendliche, auch Erwachsene gehen auf die Jagd nach Pokémons in der „augmented reality“. Ziel von Pokémon Go ist es, per Handy möglichst viele Monster zu fangen, zu trainieren und sie anschließend gegeneinander antreten zu lassen. Dabei werden die Monster auf dem Smartphone-Bildschirm in die echte Umgebung eingeblendet, sie „verschmelzen“ mit der Wirklichkeit. Wer die zugehörige App permanent laufen lässt, erhöht seine Chancen auf ein besonders seltenes Exemplar. Kein Wunder also, dass begeisterte Spieler ihrer Leidenschaft auch am Arbeitsplatz frönen.

Doch Vorsicht: Hier kann es auch ganz schnell den Arbeitnehmer selbst erwischen! Arbeitgeber haben nämlich allen Grund, dieses Spiel im Büro oder auf dem Werksgelände zu verbieten und tun dies auch: Namhafte Firmen wie VW, Thyssen Krupp, Evonik oder Daimler haben ihren Mitarbeitern bereits ausdrücklich untersagt, auf dem Betriebsgelände auf Monsterjagd zu gehen.

Dabei ist die Tatsache, dass es sich hier selbstverständlich um eine private Beschäftigung handelt und somit eine Verletzung der vertraglichen Arbeitspflicht im Raum steht, noch das geringste Problem. Indem sich die Spieler von ihrer Arbeit ablenken lassen, stellen sie außerdem eine Gefahr für andere dar: Jeder ist schon „Jägern“ im öffentlichen Raum begegnet, fixiert auf den Handy-Bildschirm, die reale Umwelt völlig ausgeblendet. Dass sich hierdurch die Unfallgefahr exorbitant erhöht, liegt auf der Hand ...

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