Whistleblowing – Fluch oder Segen?

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Für die breite Öffentlichkeit sind sie Helden. Sie werden „Enthüller“, „Skandalaufdecker“, „Hinweisgeber“ oder modisch „Whistleblower“ (= Alarmpfeifenbläser) genannt. Sie veröffentlichen wichtige Informationen aus einem geschützten Bereich und machen der Allgemeinheit zugänglich, was sonst nur eine Hand voll Leute weiß. Nicht selten publizieren sie Missstände, ihre Tätigkeit kann aber auch Schattenseiten haben. So kann einem Unternehmen insbesondere ein Imageverlust drohen. Je nachdem was für Umstände in die Öffentlichkeit getragen werden, kann auch das Betriebsklima leiden, wenn es im Betrieb eine „undichte Stelle“ gibt, die Unternehmensinterna nach außen „durchsticht“, aber keiner weiß, wo sie sich befindet.

In den Vereinigten Staaten wird Whistleblowing als angemessener Ausweg betrachtet, verbotene und moralisch fragwürdige Vorgehensweisen an die Öffentlichkeit zu bringen. Anders als in Deutschland werden dort sogar von staatlicher Seite Belohnungen für sachdienliche Hinweise ausgegeben. Erst kürzlich hat etwa ein ehemaliger Mitarbeiter des Unternehmens Monsanto Co. für die Weitergabe vertraulicher Daten von der amerikanischen Börsenaufsicht eine Summe von 22 Mio. US-Dollar erhalten. Es ist dort also ein lukratives Geschäftsmodell für Geheimnisträger entstanden ...

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