HSG-Student verklagt Vater wegen 25 Minuten Pendeln zur Universität

von Martin Steiger

Ein Master-Student an der Universität St.Gallen (HSG) verklagte seinen unterhaltspflichtigen Vater, weil ihm das tägliche Pendeln für das Studium zu viel Zeit in Anspruch nahm.

Der Student hielt es nicht für zumutbar, von Romanshorn, wo er – kostenlos! – bei seinem geschiedenen Vater wohnte, nach St.Gallen zu pendeln. Der Student forderte deshalb, dass ihm sein Vater seine eigene Wohnung in St.Gallen finanziert.

Die Mutter wohnte ausserdem in Wittenbach, einem direkten Vorort von St.Gallen. Aber auch Romanshorn liegt in der Nähe von St.Gallen: Mit dem Auto beträgt die Distanz zwischen Romanshorn und St.Gallen rund 23 Kilometer. Mit der S-Bahn benötigt man – ohne Umsteigen – 25 Minuten.

Das Schweizerische Bundesgericht machte mit dem Studenten kurzen Prozess (Urteil BGer 5A_481/2016 vom 2. September 2016). Vorher hatte es unter anderem im Online-Fahrplan der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) nachgeschlagen:

«[Der Student] bestreitet sodann, dass er von beiden Wohnorten gleich gut an die Universität St. Gallen pendeln könne, denn von Romanshorn aus sei er täglich mindestens 78 Minuten länger unterwegs. Abgesehen davon, dass seine Behauptung nicht nachvollziehbar ist (vgl. www.sbb ...

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