Arbeitgeber insolvent – was ist mit meinem rückständigen Lohn?

von Dr. Malte Schwertmann

Zwar ist die Wirt­schafts­krise vor­bei. Eine Ga­ran­tie vor der In­sol­venz des ei­ge­nen Ar­beit­ge­bers be­steht je­doch nicht. In ei­nem sol­chen Fall ver­liert der Ar­beit­neh­mer nicht nur sei­nen Ar­beits­platz, son­dern be­kommt auch rück­stän­di­gen Lohn nicht mehr vom Ar­beit­ge­ber be­zahlt. Was nun?

Ar­beit­neh­mer sind zu­min­dest für ei­nen be­stimm­ten Zeit­raum vor der In­sol­venz des Ar­beit­ge­bers ge­schützt. Es be­steht ein An­spruch auf In­sol­venz­geld für ei­nen Zeit­raum von drei Mo­na­ten. Stellt der Ar­beit­ge­ber In­sol­venz­an­trag und kommt der so ge­nannte vor­läu­fige In­sol­venz­ver­wal­ter ins Un­ter­neh­men, sind die Löhne je­den­falls für die­sen Zeit­raum ge­si­chert. In die­ser Zeit ent­schei­det der vor­läu­fige In­sol­venz­ver­wal­ter, ob das Un­ter­neh­men fort­ge­führt oder der Be­trieb ein­ge­stellt wird. Den Lohn für diese Zeit über­nimmt die Ar­beits­agen­tur.

Also al­les kein Pro­blem?

Nein! Häu­fig hat der Ar­beit­ge­ber schon län­gere Zeit vor dem In­sol­venz­an­trag Löhne nicht ge­zahlt und den Ar­beit­neh­mer ver­trös­tet. Ist der Zeit­raum von drei Mo­na­ten be­reits da­durch aus­ge­schöpft und wird das In­sol­venz­ver­fah­ren erst nach wei­te­ren drei Mo­na­ten er­öff­net, kann für die­sen Zeit­raum kein In­sol­venz­geld ver­langt wer­den. Die Lohn­rück­stände, die nicht über das In­sol­venz­geld ab­ge­si­chert sind, muss der Ar­beit­neh­mer nach Er­öff­nung des In­sol­venz­ver­fah­rens zur In­sol­venz­ta­belle an­mel­den ...

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