70-Jährige für das Übersprühen von Hassparolen verurteilt

von Jannina Schäffer

Die Aktivistin Irmela Mensah-Schramm entfernt seit über 30 Jahren in ganz Deutschland Hassparolen. Für das Übersprühen eines Anti-Merkel-Graffito mit pinker Farbe wurde sie nun vom Amtsgericht Tiergarten (Berlin) verurteilt.

Irmela Mensah-Schramm sieht sich selbst als Aktivistin gegen Hassparolen aller Art und Putzfrau der Nation. Die 70-Jährige Rentnerin reist seit ca. 30 Jahren quer durch Deutschland und schrubbt Hakenkreuze von Wänden, kratzt Nazi-Aufkleber von Bushaltestellen und übersprüht Hetze gegen Flüchtlinge. Die ehemalige Erzieherin möchte ein gutes Vorbild sein. Wo der Staat seinen Verpflichtungen nicht nachkommt, wird sie aktiv. „Es gibt zwei Möglichkeiten: die Ordnungskräfte so lange zu nerven, bis sie tätig werden. Wenn sie nicht tätig werden, dann mache ich das wieder, übermale ich es“. Zu ihren Arbeitsutensilien gehören ein Ceranfeld-Schaber, ein Nagellackentferner und eine Dose Farbspray. Diese trägt Irmela Mensah-Schramm in einem weißen Stoffbeutel bei sich, auf den sie den Spruch „Wer von Asylflut redet, hat Ebbe im Gehirn“ geschrieben hat.

Als die Rentnerin im Mai ein Graffito in Zehlendorf übermalte, schaltete sich die Justiz ein ...

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