Gemeinsames Sorgerecht und Umzug

  1. Umzug mit Kind nach Trennung
  2. Einverständnis bei Umzug erforderlich
  3. Beispiele aus der Rechtsprechung
    • a) Umzug aus der Slowakei nach Deutschland
    • b) Umzug nach Mexiko
  4. Fazit

Im Normalfall behalten beide Eltern im Anschluss an eine Scheidung das gemeinsame Sorgerecht für ihre Kinder. Damit haben beide weiterhin die Pflicht und das Recht, sich um ihre minderjährigen Kinder und deren Wohlergehen und Erziehung zu kümmern.

In Angelegenheiten des täglichen Lebens hat der Elternteil, bei dem ein Kind lebt, die Befugnis zur alleinigen Entscheidung. Dazu gehören folgende Themen:

  • Kleidung,
  • Fernsehkonsum,
  • Taschengeld und
  • Besuche bei Verwandten oder Freunden.

In wichtigen Angelegenheiten, in Vorgängen von erheblicher Bedeutung, haben aber beide Eltern ein Recht auf Mitsprache. Das heißt, dass sie sich in diesen Punkten miteinander einigen müssen. Das betrifft zum Beispiel:

  • Entscheidungen bei medizinischen Eingriffen oder
  • die Wahl der Religion.

So ist eine wichtige Angelegenheit im Sinne des Sorgerechts das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Dieses besagt, dass beide Eltern, wenn sie das Sorgerecht teilen, sich auch gemeinsam über den Aufenthaltsort des Kindes einigen müssen. So mag der Aufenthaltsort bei einem Tagesausflug noch frei entscheidbar sein, ohne den anderen Elternteil zu benachrichtigen. Bei einem Urlaub liegt die Sache schon wieder ganz anders – und erst Recht bei einem Umzug. Bei einem Umzug mit Wohnortwechsel ist deshalb das Einverständnis des ebenfalls sorgeberechtigten, nicht betreuenden Elternteils nötig.

1. Umzug mit Kind nach Trennung

Ein Umzug verändert die Lebensumstände eines Kindes sehr stark ...

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