Verkehrsunfall: Zur Prüf- und Bearbeitungsdauer des Kfz-Haftpflichtversicherers

Rechtsindex - Recht & Urteile Verkehrsunfall: Zur Prüf- und Bearbeitungsdauer des Kfz-Haftpflichtversicherers Immer wieder gibt es Mandanten, die darüber erbost sind, dass drei Wochen nach dem Anspruchsschreiben an die Versicherung der Unfallschaden immer noch nicht beglichen ist. Welche Prüf- und Bearbeitungsdauer muss eigentlich dem Kfz-Haftpflichtversicherer eingeräumt werden?

Eine angemessene Prüf- und Bearbeitungsdauer ist dem Kfz-Haftpflichtversicherer auch in einfach gelagerten Fällen einzuräumen. Je komplexer ein Unfallhergang und je aufwendiger die Schadenspositionen, desto mehr Prüfungszeit wird der Haftpflichtversicherer beanspruchen dürfen. Die Prüfungszeit kann sich nochmals verlängern, wenn es sich um einen ausländischen Kfz-Haftpflichtversicherer handelt. Nach vorherrschender Auffassung beträgt der Prüfungszeitraum 4 bis 6 Wochen.

OLG Koblenz: 4-6 Wochen

Dem Haftpflichtversicherer, der nach einem Verkehrsunfall in Anspruch genommen wird, ist bei durchschnittlichen Verkehrsunfällen im Regelfall eine Prüfungszeit von 4 bis 6 Wochen zuzubilligen, vor deren Ablauf eine Klage nicht veranlasst ist. Handelt es sich um einen schweren Verkehrsunfall, kann die Prüfungszeit länger andauern, wenn die Einsicht in die amtliche Ermittlungsakte erforderlich ist (OLG Koblenz, Beschluss vom 18.02.2015 - 12 U 757/14).

OLG Frankfurt: 4-6 Wochen

Haftpflichtversicherern, gegen die Schadensersatzansprüche wegen Verkehrsunfällen geltend gemacht werden, wird anerkanntermaßen in durchschnittlichen Angelegenheiten eine Prüfungsfrist von 4-6 Wochen eingeräumt, die mit dem Zugang eines spezifizierten Anspruchsschreibens beginnt. Vorher tritt kein Verzug ein (Oberlandesgericht Frankfurt, Beschluss vom 02.12.2014 - 7 W 64/14) ...

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