Umgangsrecht kann gerichtlich erzwungen werden

Anna Hönig

Ein großes Problem in der familienrechtlichen Praxis ist das Umgangsrecht und dessen Ausgestaltung. Selbst wenn es gelingt den zeitlichen Rahmen zu bestimmen, ist damit das Problem oft nicht gelöst. Nicht selten berichten die betreuenden Elternteile, dass eine Regelung zum Umgang „schön und gut sei“. Das Kind jedoch wolle nicht zum Vater und sagt dies sogar deutlich. Leider gibt es auch Fälle, in denen der betreuende Elternteil den Umgang vereitelt und Gründe findet, weshalb dieser ausfallen müsse.Was kann das Gericht tun?

Wenn Eltern sich nicht einigen können, bestimmen gerichtliche Entscheidungen zunächst den Rahmen für den Umgang. So weit so gut.

Kann das Gericht das Kind zu einem Umgang „zwingen“?

Grundsätzlich kann das Gericht nicht das Kind selbst zum Umgang zwingen. Es kann jedoch Zwangsmaßnahmen anordnen, bei welchen der betreuende Elternteil gezwungen wird, das Kind für den Umgang herauszugeben.

Der Fall zum Umgangsrecht

Das Amtsgericht München (Beschluss v. 13.3.2015, Pressemitteilung des Amtsgerichts München v. 1.4.2016 25/16) hat in einem solchen Fall zum Umgangsrecht den unmittelbaren Zwang angeordnet. Jedoch nicht gegen das Kind. Das Gericht bestellte einen sogenannten Umgangspfleger mit der Vollstreckung ...

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