Rezension: Hexerei und Magie im Strafrecht

von Dr. Benjamin Krenberger

Dorn-Haag, Hexerei und Magie im Strafrecht, 1. Auflage, Mohr Siebeck 2016


Von RinLG Domenica D’Ugo, Saarbrücken




Die Dissertation von Verena J. Dorn-Haag wurde 2015 von der Juristischen Fakultät der Universität Augsburg angenommen und liegt nunmehr in der Reihe „Studien und Beiträge zum Strafrecht“ des Mohr Siebeck-Verlags veröffentlicht vor. Die Autorin hat sich darin eines Themas vorgenommen, das viele sicherlich auf den ersten Blick nur in die (düstere) Vergangenheit einordnen würden. Tatsächlich gibt es jedoch auch heute noch strafrechtlich relevante Vorkommnisse, die in diese thematische „Schublade“ gehören.


Nach einer ausführlichen Darstellung der Problematik der dem Thema zu Grunde liegenden Begrifflichkeiten beschreibt Dorn-Haag die Entwicklung der entsprechenden strafrechtlichen Hintergründe in chronologischer Reihenfolge seit dem Zeitalter der Hexenverfolgung über das der Aufklärung hin zur Reichgründung bis zur Gegenwart. Die umfassenden Erläuterungen sind dabei klug strukturiert und gut nachvollziehbar verfasst. Zusätzlich hat die Autorin Wert auf jeweils einführende „Überblicke“ und zusammenfassende „Fazits“ gelegt, was die Verständlichkeit der doch sehr breit gefächerten Phänomene nochmals fördert.


Für den heute tätigen Strafjuristen wird es im fünften Kapitel („Strafbarkeit von Hexerei und Magie seit der Reichsgründung“) richtig interessant, um - angesichts der oben beschriebenen Überlegung des vermeintlich altertümlichen Themas - nicht zu sagen: überraschend aktuell. Tatsächlich lassen sich, wie der Leser erfährt, zahlreiche heute noch vorkommende strafrechtlich relevante Handlungen unter einige Vorschriften des StGB subsumieren ...

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