Churning als ungetreue Geschäftsbesorgung

Unter „Churning“ (Gebührenreiterei; Spesenschinderei) versteht das Bundesgericht unter Berufung auf ein FINMA-Rundschreiben das dem Interesse des Kunden zuwiderlaufende häufige Umschichten eines Depots ohne wirtschaftlichen Grund, mit dem der Vermögensverwalter oder Broker Provisionen, Gebühren oder Kommissionen generieren kann.

In einem heute publizierten Entscheid kassiert das Bundesgericht Freisprüche des Obergerichts des Kantons Zürich vom Vorwurf der ungetreuen Geschäftsbesorgung (BGE 6B_1203/2015 vom 21.09.2016, Publikation in der AS vorgesehen). Im beurteilten Fall ging es um mindestens 2,600 Transaktionen innert dreier Monate. Das zur Verfügung gestellte Nettovermögen wurde 54 Mal umgesetzt, wodurch Transaktionskosten von CHF 169,900.00 generiert wurden.

Klar war, dass der Vermögensverwalter Geschäftsführerstellung innehatte. Die Pflichtwidrigkeit ergab sich aus einer Gesamtbetrachtung der Transaktionen ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK