Webcam-Girl kämpft für Recht auf Homeoffice

von Jannina Schäffer

Natalie Hot lässt in ihrem Einfamilienhaus im schönen Ampfing (Bayern) gegen Entgelt vor der Webcam die Hüllen fallen. Seit sich ihre Nachbarn darüber beschwert haben, kämpft die 24-Jährige vor Gericht um ihr Recht auf „Heimarbeit“.

Für zahlendes Publikum zeigt sich die Frau, die sich im Internet Natalie Hot nennt, nackt vor ihrer Webcam und verdient damit ihren Lebensunterhalt. Als Kulisse diente ihr bisher ein Zimmer in einem hübschen Einfamilienhaus in Ampfing (6.000 Einwohner). In diesem wohnt sie gemeinsam mit ihrem Ehemann, der auch ihr Manager ist. Nachdem sich Nachbarn über die Arbeit von Natalie Hot beschwert haben, hat das zuständige Landratsamt Mühldorf am Inn der 24-Jährigen verboten, sich in ihren eigenen vier Wänden vor der Webcam auszuziehen. Bei Nichtbefolgen droht dem Webcam-Girl ein Zwangsgeld von 2.000 €.

Natalie Hot / Facebook.com

Zur Begründung führte das Landratsamt an, dass sich das Einfamilienhaus in einem Baugebiet befände, in dem der Bebauungsplan keine gewerbliche Nutzung vorsehen würde. Den Antrag auf „Einbau eines Darstellungs- und Schaustellereizimmers“ lehnte das Landratsamt ab, da sich andere Anwohner unter anderem über Lärmbelästigungen beschwert hatten. Natalie Hot wirft ihren Nachbarn „Hetze“ vor. Ihre Haustür sei im letzten Jahr eingeschlagen worden und die anderen Anwohner hätten sogar eine Unterschriftensammlung gegen sie gestartet.

Nun ging die 24-Jährige gegen den Bescheid juristisch vor ...

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