Für die Fahrt zum Steuerberater braucht es keinen Ferrari

von Thorsten Blaufelder

Okt 6

Für Fahrten zum Steuerberater, zu Banken oder zu Fortbildungsveranstaltungen muss es nicht ein Ferrari sein. Der Aufwand ist unangemessen hoch, befand das Finanzgericht (FG) Stuttgart in einem am Mittwoch, 05.10.2016, bekanntgegebenen Urteil (AZ: 1 K 3386/15). Danach kann der Geschäftsführer eines Zahnlabors die in Leasingraten und im Kaufpreis enthaltene Umsatzsteuer nicht als eigene Vorsteuer geltend machen.

Der Kläger hat mit seiner Ehefrau eine Zahnarztpraxis. Gleichzeitig ist er Geschäftsführer eines Zahnlabors; dessen Gesellschafter sind seine Eltern.

Privat hatten der Geschäftsführer und seine Ehefrau keine Autos. Auf die Praxis war aber bereits ein Mercedes als Firmenwagen angemeldet. Ab August 2008 leaste zudem die Laborgesellschaft einen Ferrari; 2011 wurde der italienische Edelflitzer dann gekauft.

Zunächst die in den Leasingraten und dann die im Kaufpreis enthaltene Umsatzsteuer machte das Zahnlabor als Vorsteuer geltend. Solche Vorsteuer mindert die eigene Umsatzsteuerschuld des betreffenden Unternehmens ...

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