Wer schreibt, der bleibt – der Medikationsplan für Patienten

von Michaela Hermes

Wer schreibt, der bleibt – der Medikationsplan für Patienten von Michaela Hermes, veröffentlicht am 05.10.2016

Seit dem 01. Oktober 2016 hat jeder, der in der gesetzlichen Krankenversicherung ist, Anspruch auf einen sogenannten Medikationsplan. Voraussetzung ist, dass der Patient drei oder mehr Arzneimittel einnehmen muss. Diese müssen über einen Zeitraum von mindestens 28 Tagen verordnet werden. So steht es im „E-Health-Gesetz“ (Gesetz für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen) vom 21. Dezember 2015.http://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&jumpTo=bgbl115s2408.pdf#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl115s2408.pdf%27%5D__1475594514472 Dort im neuen § 31 a SGB V.

Der Hausarzt muss den Medikationsplan ausstellen. Dieser wird zunächst nur auf Papier erstellt. Denn die technische Infrastruktur ist noch nicht ausreichend für einen rein elektronischen Übertragungsweg gerüstet. Erst ab 2018 können die Medikamentenangaben dann auch über eine elektronische Gesundheitskarte gespeichert werden. Der Patient verliert auch danach nicht seinen Anspruch auf einen Plan im Papierformat.

Was steht im Medikationsplan?

Schon früher haben viele Ärzte die Arzneimittel für ihre Patienten schriftlich zusammengestellt. Das nannte man Einnahmeverordnung. Jetzt gibt es genaue Vorgaben, was im Medikationsplan aufgelistet werden soll. Das ist zunächst jedes verschreibungspflichtige Arzneimittel, das eingenommen wird. Eingeschlossen ist auch die Selbstmedikation. Der Wirkstoff, die Dosierung, der Einnahmegrund sowie sonstige Hinweise zur Einnahme müssen aufgeführt werden. Bis zum 31. März 2017 können Ärzte nach eigenen Vorgaben Formulare verwenden. Ab dem 01. April 2017 ist ein bundeseinheitlich gestaltetes Formular verpflichtend.

Auf dem dann gebräuchlichen Medikationsplan ist ein Barcode aufgebracht. Er enthält die Information des Plans in digitaler Form ...

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